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Editorial

Volker Glaser,
Chefredakteur

Leert sich der Zinstreibstofftank?

Dass niedrige Zinsen mit zu den Treibstoffingredienzen eines haussierenden Aktienmarktes gehören, ist gemeinhin bekannt. Dass die rekordlang anhaltende Niedrigzinsphase, die zu Negativzinsen geführt hat, irgendwann enden muss, sollte ebenso jedem klar sein. Was soll also die ganze Aufregung der Akteure am Markt ob einer Zinswende? Historisch gesehen sind die aktuellen Niveaus, die für kurz- und mittelfristiges Fremdkapital gezahlt werden müssen, ein Witz und decken in keiner Weise die Risiken aus dem Geschäft ab. Und dass es nun mal von ganz unten etwas hinauf geht, löst gleich Schockwellen am Markt aus? Die Anleger im DAX und Konsorten sind schlichtweg zittrig geworden, was im 8. Jahr der Hausse normal ist. Die Fakten sind klar,  die Bank of England hat die Zinsen erhöht, die EZB muss es irgendwann tun und die amerikanische FED ist eh im Anpassungsmodus. Trotzdem reden wir im Schnitt von 2 % Zinsen, die mittel- und langfristig vom Schuldner zu zahlen sind. Ich sehe weit und breit keine Gefahr für den Aktienmarkt von dieser Seite, da Zinsänderungsphasen sowohl Gewinner (Banken und Versicherungen) als auch Verlierer (auf mittlere Sicht Immobilienaktien) mit sich bringen. Wenn schon das Gerede über Zinsen, dann bitte mit spekulieren und im Bund-Future engagieren! Die Marktkorrektur, hier vergangene Woche befürchtet, hat bisher keine Flurschäden hinterlassen und sollte es auch nicht, wenn die wichtigen Chartmarken halten. Danach sieht es aus; Depotabsicherungen - so sie denn meinem Rat gefolgt sind - könnten alsbald aufgelöst werden.

Musterdepot 2018: Plus 8 %

Seit Sommer 2015 plus 92 %


Seit 1. Januar 2018 Kursplus von 8 %.

Unser Musterdepot entwickelt sich weiterhin sehr erfreulich. Aktuell beläuft sich unser Kursplus auf 8 %. Damit sind wir sehr zufrieden. Seit unserem Start im Sommer 2015 beträgt das Plus 92 %! Wir wollen gerne den „Verdoppler“ zeitnah erreichen. Die Stimmung an den Börsen ist grundsätzlich positiv. Donald Trump, ob man ihn nun mag oder auch nicht, hat die US-Börsen kräftig in Schwung gebracht. Der Dow Jones hat die Marke von 26 000 Punkten geknackt. Der DAX bewegt sich langsam aber sicher ebenfalls vom Fleck und notiert nunmehr bei 13 443 Punkten. Das ist ein neues Rekordhoch. Die Rally ist also in vollem Gange. Derzeit können wir kein Ende feststellen. In den kommenden Wochen werden zahlreiche Firmen ihre Zahlen für 2017 präsentieren und einen Ausblick für 2018 geben. Fällt der Ausblick insgesamt positiv aus, sollte die Rally weitergehen. Allerdings können wir an den Börsen noch keine breite Euphorie erkennen. Wir bleiben dennoch dabei, zunächst nahezu vollständig mit unserem Musterdepot investiert zu bleiben.

Sehr stark entwickelt sich die Aktie der Fabasoft AG. Wir hatten das Papier Ende Dezember 2017 in unser Musterdepot gekauft und verzeichnen bereits ein ordentliches Kursplus von rund 25 %. Vergangene Woche wurde die Aktie von unseren Kollegen aus Kulmbach vom „Der Aktionär“ zum Kauf empfohlen. Christian Scheid, der Verfasser des Artikels zu Fabasoft, teilt unsere Einschätzung eines Kursziels von 20 Euro.

Volatil und zugleich sehr spannend sehen wir die Aktie von ADVA. Investoren scheinen fest an einen Turnaround in 2018 zu glauben. Die Quote der Shortseller in dem Papier hat sich derzeit auf weniger als 9 % reduziert. Das ist immer noch eine heftige Quote. Mit weiter steigenden Kursen wird es aber ungemütlich für Leerverkäufer. Fakt ist zudem, dass ADVA von der Steuerreform in den USA profitieren wird. Ob es hierzu allerdings zu Einmaleffekten (positiv oder negativ) für 2017 kommt, ist uns aktuell nicht bekannt. Hierzu erwarten wir noch eine Rückmeldung seitens des Unternehmens.

Abonnieren Sie die Vorstandswoche noch heute, um von der Performance in unserem Musterdepot in diesem Jahr ebenfalls zu profitieren.