Die Vorstandswoche

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Politisches Beben in Europa ohne Börsenbezug

Dass politische Börsen kurze Beine haben, ist aus der Geschichte bekannt. Doch auch kurze Beine können empfindlich sein. Die aktuelle Korrektur an den Weltbörsen und auch deutlich spürbar hierzulande, hat nichts mit der großen Politik im Speziellen zu tun. Im Allgemeinen schon, denn die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft ändern sich seit geraumer Zeit in einem atemberaubenden Tempo. In meinen Augen ist das größte Problem dabei nicht die Machtachsenverschiebung (hin zu China, weg von Europa) oder die heterogenen Ziele der großen Blöcke - nein, es ist die weitgehende Teilnahmslosigkeit auf dem alten Kontinent, auf dem wir hier so schön leben.


Hiesige Wahlen etwa werden durch die Abwahl von mit sich selbst beschäftigter Volksparteien geprägt. Spaßensemble wie Die Partei (eine Satire-Truppe) oder die 5-Sterne-Bewegung in Italien als auch die Wahl eines Ex-Schauspielers zum Präsidenten der Ukraine tragen Züge einer Realsatire in sich. Und was machen die Führungs-Eliten dagegen? Wenig, wenn ich mir die Kanzlerabwahl in Österreich anschaue oder das jüngste, politische Affentheater in Berlin. In Deutschland steht eine handfeste Regierungskrise vor der Tür, und wenn sich nicht vor den kommenden Landtagswahlen im Osten etwas ändert, wird das Wahlvolk dort etwas ändern, das liegt auf der Hand. Was machen internationale Investoren daraus?  Meiden diese, denen mehr als 60 % vom DAX gehören, nun das Land? Mittelfristig schon, denn die Rahmenbedingungen für Zukunftsinvestitionen sind hierzulande in Schieflage geraten. Die Börse hat das längst begriffen, in der Politik ist diese Erkenntnis offenbar noch vergraben unter dem Parteienapparat.


Musterdepot seit Juli 2015 + 107%

SOLIDES KURSPLUS IN 2019

 

Musterdepot 2019: Plus 8,7%

Mit unserem Musterdepot liegen wir seit Jahresanfang mit einem Plus von 1.5 % vorne. Der DAX schlug sich bis zum Ausbruch des Corona-Virus sehr stark und war kurz davor, das bisherige Rekordhoch von über 13 600 Punkten zu toppen. Der Grippevirus hat den DAX nun ausgebremst und führt zu einer Korrektur von derzeit 13 200 Punkten. Wie geht’s weiter? Wir gehen nicht davon aus, dass der Corona-Virus zu einem echten Problem für die Börsen wird. Derzeit läuft die typische Panikmache der Medien. Stärkere Kursrücksetzer sind aber durchaus drin. Für uns ist die Entwicklung des DAX 30 ohnehin nicht sonderlich relevant. Der Index hat sich in 2019 sehr stark entwickelt, aber die Performance ist seit Sommer 2015 eher durchwachsen. Seit diesem Zeitpunkt liegt das Kursplus des DAX bei über 15 %. In unserem Musterdepot liegt die Performance im selben Zeitraum bei 107 %. Das ist schon sensationell. Hier kann kaum jemand mithalten, zumal wir alle Orders transparent vorher ankündigen und dadurch sogar etwas benachteiligt sind.

 

Insgesamt bleiben wir für das Jahr 2020 optimistisch. Zumindest bis in den Spätsommer. Dann geht’s in die heiße Phase des Wahlkampfes in den USA. Danach können wir uns auch in Amerika eine stärkere Korrektur vorstellen. Die US-Konjunktur befindet sich weiterhin im Bullenmodus. Die befürchtete Rezession ist derzeit nicht zu sehen. Selbst in Deutschland hat sich das Wachstum bisher bestenfalls abgeschwächt.


Mit SAP hat die Berichtsaison für das Jahr 2019 und dem Ausblick für das Jahr 2020 begonnen. Wir gehen davon aus, dass viele Unternehmen einen vernünftigen Ausblick aufs neue Jahr geben werden. Gewinnwarnungen in einer hohen Anzahl wie Ende 2018 oder in den ersten Monaten 2019 erwarten wir vorerst nicht mehr. Viele Firmen haben die Erwartungen schon längst zurückgeschraubt. Auf niedrigerem Niveau sind daher durchaus wieder Überraschungen drin. Aus unseren zahlreichen Gesprächen mit Firmenlenkern oder Finanzvorständen entnehmen wir, dass die Nachfrage eher bereits wieder anzieht. Sollte sich das in Zahlen zeigen lassen, dürfte die Hausse wieder Fahrt aufnehmen. Ganz ohne Virus.

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